Augsburger Wohnungsmarkt in der Krise

Die Offensive Wohnraum der Stadt Augsburg kommt mit erheblicher Verspätung.
Für die Umsetzng fehlt Personal. Im vergangenen Jahr sind zwar 1375 neue Wohnungen entstanden, der Bedarf liegt jedocht weit darüber.

Lesen Sie mehr darüber, welche Bauprojekte 2017 geplant sind und was die Stadt sonst noch vor hat in nachfolgendem Artikel von Stefan Krog in der Augsburger Allgemeinen
vom 13.05.2017

Artikel in PDF-Datei lesen Augsburger Wohnungsmarkt in der Krise

 

Debatte Wohnen in Augsburg

Endlich hat Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl das akute Wohnungsproblem Augsburgs zur „Chefsache“ erklärt und startet die Stadt eine – längst überfällige –  Offensive  für mehr neue Wohnungen. Dabei sind die Probleme auf dem Augsburger Wohnungsmarkt dem Oberbürgermeister wie auch allen im Stadtrat vertretenen Parteien seit Jahren bekannt.
Obwohl Augsburg seit 2014/2015 zu den Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt  zählt, in denen besondere Mieterschutzvorschriften gelten und der Bestand an Sozialwohnungen drastisch zurückgegangen ist, sperrt sich die Stadt – leider – nach wie vor gegen eine verbindliche Quote von öffentlich geförderten Wohnungen in Neubaugebieten.

Stefan Krog von der Augsburger Allgemeinen zieht eine kritische Bestandsaufnahme und
stellt zu Recht die Frage: „Dreht die Stadt an den richtigen Schrauben?“

Artikel als PDF-Datei lesen Dreht die Stadt an der richtigen Schraube?

 

Kampf für bezahlbares Wohnen

Augsburg wächst weiter. Zum 31.12.2016 betrug die Einwohnerzahl (Haupt- und Nebenwohnsitz) 293.415 Einwohner. Während die Zahl der Einwohner in den letzten beiden Jahren jeweils um 5.000 Einwohner zugenommen hat, hat ist der Bestand an preisgebundenen Wohnungen (Sozialwohnungen, öffentlich geförderte Wohnungen) und damit preisgünstigen Wohnungen stark zurück gegangen.

Obwohl für Oberbürgermeister Dr. Gribl das Thema Wohnen bei der Stadtentwicklung eine große Herausforderung sei, stört er sich am Begriff „bezahlbares Wohnen“ und will stattdessen die Formulierung „Wohnen für alle Schichten“ künftig vorziehen.

Damit wird aber darüber hinweg getäuscht, in welcher „Sparte“ auf dem Wohnungsmarkt ein großes Defizit besteht, dass es dringenst zu verringern gilt.

Der Mieterverein Augsburg fordert daher ein stärkeres Engagement der Stadt ein.

… mehr im Artikel der StadtZeitung vom 25.01.2017

 

http://www.stadtzeitung.de/augsburg-city/lokales/kampf-um-bezahlbares-wohnen-in-augsburg-mieterverein-fordert-mehr-engagement-von-der-stadt-d20522.html

 

Mietspiegel für Augsburg

Nach langem Ringen um einen Mietspiegel (seit 2013!) hat der Stadtrat am 02.06.2016 mit 37:17 Stimmen den Weg für einen Mietspiegel für die Stadt Augsburg endlich auf den Weg gebracht!

Mietspiegel bilden die ortsübliche Vergleichsmiete realitätsnah ab.

Die ortsübliche Vergleichsmiete ist gesetzlicher Anknüpfungspunkt zur Feststellung der berechtigten Miete bei einer Mieterhöhung und bei Abschluss von Mietverträgen auf angespannten Wohnungsmärkten, wozu Augsburg gehört.

… mehr  Artikel in der AZ Mietspiegel kommt

 

Funktioniert Mietpreisbremse ?

Seit 01.06.2015 gilt die Mietpreisbremse in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt.

Aufgrund der Wohnungsknappheit ist Augsburg ein Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt. Hier gilt bei Neuvertragsabschlüssen, dass die zu Beginn des Mietverhältnisses die neue Miete nicht mehr als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf.

In der praktischen Umsetzung ist dieses Gesetz jedoch ein „zahnloser Tiger“, wie eine Studie des DIW und Umfragen bei den Mietervereinen zeigen.

Korrekturen sind notwendig, wofür auch der Bundesjustizminister Heiko Maas offen ist.

… mehr im Artikel der AZ Mietpreisbremse funktioniert nicht